Biographisches Lexikon zur Geschichte Südosteuropas

Vasmer, Max
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Wikidata: Q77420

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Vasmer, Max

Vasmer, Max, deutscher Slawist, * St. Petersburg 28.02.1886, † Berlin 30.11.1962.

Leben

Nach Schulbesuch und Universitätsstudium (u.a. bei Jan Baudouin de Courtenay und Aleksej Šachmatov) in Petersburg sowie kurz in Wien und Graz (Indogermanistik, Slawistik) lehrte V. zunächst an russischen Hochschulen (Petersburg, Saratov, Dorpat), ehe er 1921 einem Ruf als Ordinarius an die Universität Leipzig und 1925 an die Friedrich- Wilhelms-Universität Berlin folgte. 1938/39 war V. Gastprofessor an der Columbia University in New York und 1947/49 Ordinarius an der Universität Stockholm. 1949 kehrte V. als Ordinarius an der neubegründeten Freien Universität nach (West-)Berlin zurück, wo er bis zu seiner Emeritierung 1956 und auch danach noch wirkte.
V.s Hauptinteresse galt der Etymologie des Russischen (er ist Verfasser des maßgeblichen „Russischen etymologischen Wörterbuches“, 3 Bände, 1953/58; sowjetische, vierbändige Ausgabe 1964/73) sowie der slawischen Altertums- und Namenkunde (vgl. den Neudruck seiner gesammelten „Schriften zur slavischen Altertumskunde und Namenkunde“, 2 Bände, 1971). Hochverdient ist V. auch als Begründer und erster Herausgeber der „Zeitschrift für slavische Philologie“ (zunächst Leipzig, später Heidelberg) und wissenschaftlicher Schriftenreihen (darunter „Grundriß der slavischen Philologie und Kulturgeschichte“ zusammen mit Reinhold Trautmann, „Veröffentlichungen des Slavischen Instituts an der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin“, „Veröffentlichungen der Abteilung für slavische Sprachen und Literaturen des Osteuropa-Instituts an der FU Berlin“) sowie durch seine Schule bildende akademische Lehrtätigkeit.
Auch der ethnolinguistischen Problematik Südosteuropas widmete V. mehrere Spezialuntersuchungen, so insbesondere über den Ursprung der hellenistischen Koine (1909), zur altgriechischen Lautlehre (Habilschrift, 1914), „Studien zur albanischen Wortforschung“ (1921), „Die Slaven in Griechenland“ (1941), „Die griechischen Lehnwörter im Serbokroatischen“ (1944). V. veröffentlichte ferner „B. Kopitars Briefwechsel mit Jakob Grimm“ (1938).

Literatur

Festschrift für Max Vasmer zum 70. Geburtstag. Berlin, Wiesbaden 1956 (mit Schriftenverzeichnis 1906-55).
Birnbaum, Henrik: Max Vasmer, 1886-1962. In: International Journal of Slavic Linguistics and Poetics 7 (1963) 142-150.
Lieber, Hans-Joachim, Valentin Kiparsky, Frank Siegmann: Akademische Gedenkfeier der Freien Universität Berlin für Max Vasmer am 6. Februar 1963 im Osteuropa-Institut an der Freien Universität Berlin. [Berlin 1963.]

Verfasser

Henrik Birnbaum (GND: 118851756)

GND: 118767356


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Empfohlene Zitierweise: Henrik Birnbaum, Vasmer, Max, in: Biographisches Lexikon zur Geschichte Südosteuropas. Bd. 4. Hgg. Mathias Bernath / Karl Nehring. München 1981, S. 392-393 [Onlineausgabe]; URL: https://www.biolex.ios-regensburg.de/BioLexViewview.php?ID=1833, abgerufen am: (Abrufdatum)

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