Biographisches Lexikon zur Geschichte Südosteuropas

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Ahmed II.

Ahmed II., osmanischer Sultan 1691-1695, * Istanbul 25.02.1643 (1.08.1642), † Edirne 6.02.1695, Sohn Sultan Ibrahims und der Muazzaz Sultan.

Leben

A. hatte sein ganzes Leben im „Prinzenkäfig“ des Serail verlebt, als er, in vorgerücktem Alter, am 23. Juni 1691 auf den Thron berufen wurde. Seiner musischen, kontemplativen, zur Melancholie neigenden Natur fehlte nach einem Leben in der Isolierung jegliche Kraft zu einer aktiven Rolle als Herrscher. Wehrlos schwankte er im Intrigenspiel seiner Umgebung: In den dreieinhalb Jahren seiner Herrschaft wechselte der Großwesir nicht weniger als fünfmal. Köprülü Mustafa Pascha, im Amt bestätigt, fiel schon am 19. August 1691 in der Schlacht bei Slankamen, seine Reformen und militärischen Erfolge blieben Episode. So brachte A.s Regierungszeit trotz kleinerer militärischer Erfolge einen Rückschlag im Krieg (1683-1699) gegen Österreich und Venedig. Auch innere Konflikte im Irak, im Hedschas, in Syrien und in Nordafrika konnten nur zum Teil beigelegt oder übertüncht werden.

Literatur

Hammer: Bd 6.
Zinkeisen: Bd 5.
Râšid, Meḥmed: Ta’rîḫ. Bd 2, Istanbul 1865.
Jorga: Bd 4.
Fındıklılı, Meḥmed Aġa: Silâḥdâr Ta’rîḫi. Bd 2. Istanbul 1928.

Verfasser

Hans Georg Majer (GND: 1018786163)

GND: 101975981X


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Empfohlene Zitierweise: Hans Georg Majer, Ahmed II., in: Biographisches Lexikon zur Geschichte Südosteuropas. Bd. 1. Hgg. Mathias Bernath / Felix von Schroeder. München 1974, S. 17 [Onlineausgabe]; URL: http://www.biolex.ios-regensburg.de/BioLexViewview.php?ID=400, abgerufen am: (Abrufdatum)

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